Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

Tage nicht an. Eine bedeckte Stute wird denellften Tag nach dem Sprunge von neuem pro-birt, und wenn sie nicht abschlagt, wieder bcdck«ket, Auf diese Weise wird bis Ende IuniuSfortgefahren, wo denn alle Scuten auf einenTag nochmahls durchprebirt und die, welche denHengst annehmen wollen, zum letzten Mahlebelegt werden. Von Stunde an wird da» ganzeGestüt sodann in den Wald gejagt, und nichteher wieder versammelt, bis die Küsten abgesetztwerden sollen, welches am Ende Septemberszu geschehen pflegt.

Die Stuten werfen ihre Füllen in denWäldern, und man erfahrt eS bisweilen erst denzweyten oder dritten Tag nachher» daß die Stu-te geworfen hat, wobey man die Kräfte einesso jungen Geschöpfes oft bewundern muß; dennin eben der Stunde, wo es geboren ist, läuftes mit seiner Mutter fort und zwar oft aufzwey bis drey Stunden weil. Eben dieses istnun aber auch der Grund, warum die Stutenso spat bedeckt werden. Denn die Stuten habenerstlich sehr wenige und schlechte Nahrung imWinter und Frühjahr. ZweykenS pflegt derMonat April eine kalte und nasse Witterung'und sogar Schnee mit sich zu führen, welche?ohnedem an dem Lippischen Walde, wegen derdaselbst ungleich kältern Luft, als auf dem plat'tem Lande, häufiger fällt. Würde der Anfangmit dem Bedecken im März oder April gemachstso wü.den in diesen Monaten auch bereits Fü^len fallen, die aber in den morastigen ""schlechten Gegenden der Mutter nicht folge"könnten. Die Stuten, denen eS an Futter gs^bricht, wären nicht im Stande ihre Füllen >">,hinlänglicher Milch zu versehen; sie würden va'