Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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rem Vortheil» bald zu ihrem Nachtheil, verän-dert werden. Gemeiniglich beurtheilt man einFüllen einige Tage, Wochen oder Monare nachseiner Geburt, und bestimmt seine Schönheitoder Häßlichkeit, worin man sich aus eben demGrunde sehr irren kann. Büffon sagt hierü-ber: „Ohne die Entwickelung beym Wacbötbu-me in Rechnung zu bringen, wodurch bey denPferden die Form, das Verhältniß der Theileunter einander, und die Farbe der Haare merk-liche Veränderung leiden, geht auch zur Zeitder eintretenden Mannbarkeit eine so plötzliche,so schleunige Entwickelung vor sich, welche mehrrentheils andere Züge, einen anderen Wuchs,und eine veränderte Haltung der Schenkel u. s.w. hervorbringt. Das Gesicht wird langer, dieNase dick und groß, die Kinnbacken werdenhervortretend und schwer, der Wuchs oder dieTaille hoch und gebogen, die Knie biegen sicheinwärts, die Schenkel verlängern sich und wer-den so dünne wie Stäbe."

Kann man also wohl von der Schönheitoder Häßlichkeit eines jungen Füllens, welchesnoch seine Milchzahne nicht verwechselt hat, oderwohl gar noch an der Mutter saugt, ein richti-ges Urtheil fällen? Und was muß man von ei-ner solchen Theorie denken, welche sich seit un-,deutlichen Zeiten in vielen Köpfen erhalten hat,daß ein Füllen, wenn es mit dem Alter vonsechs Wochen schön sey, auch schön werde, wennes ausgewachsen ist, unv umgekehrt?

Das Temperament eines Beschälers trägt)ur Aufnaymc eines Gestütes vieles bey, weiles sich fortpflanzt, doch aber durch das Tein,perament der Stute modisicirc wird. Aue die-sem Grunde sucht man in kalten GegendenDec. rechn. Lnc. LX. Theil. C e Be»