Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 4?5

muß ferner zu der Zeit geschehen, wenn die Na-tur den Trieb bey der Suite rege gemacht hat.Die Menschen bestimmen aber mehr selten eineZeit dazu, wo dieser Trieb gerade nicht so leb-haft ist. Ist es denn auf solche Art ein Wun-der, daß so viele bedeckte Stuten gelte bleiben?Es ist nicht zu leugnen, daß die natürlichsteArr der Begattung unsern Absichten oft hinder-lich ist, und daß wir aus dem Grunde oft We-ge einschlagen müssen, die mit den natürlichennicht übercin kommen; aber wir müssen nur so-dann solche wählen, die in dein Wesentlichenvon dem Natürlichen nicht abweichen, wozu sichein geschickter Gestütmeister die Gelegenheit ganzleicht zu verschaffen weiß. Durch das gelte blei-ben so vieler Stuten wird der Schade für einGestüt zu merklich. Der Vortheil besteht ledig-lich in einer großen Anzahl Füllen; je mehr de-ren fallen, desto vortheilyafter ist das Gestüt,so wie der Nutzen gänzlich wegfallen muß, wennviel Sturen gelte bleibeu, und das Futter um-sonst verzehren. Daraus folgt, daß man alleHindernisse aus dem Wege räumen müsse, wel-che an der Aufnahme der Stuten hinderlich sind,worunter man ganz vorzüglich den zwangvollenZeugunqsaktuS zählen kann.

Derjenige ZeugungSakcus, welcher dem na-türlichen und freyen am nächsten kommt, ist oh-ne Zweifel der wirksamste, und besteht darin,daß man rossige Stuten und Beschäler in einemeingeschlossenen Raume in Ruhe und Freyhe.itläßt, damit sie sich nach ihrem Gefallen begat-ten. Diese Art nennt man die Bedeckung imFreien, und ist der aus der Hand entgegen,-eletzt.

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