Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd: 475

Weiden kennen, und untersuchen muß. DasEnde der Weide ist, nach der Meinung derKunstverständigen, sehr verschieden. Einige wol-len, das Gestüt solle um Michaelis, andere, essoll im Oktober wieder in die Ställe versammeltwerden, und noch andere sehen den Termin in denNovember. Eine genaue Zeit zu bestimmen istunmöglich, weil sie bald durch den Mangel desGrases, bald aber von der schlechten Witterungbestimmt wird, daher man deshalb dem Vorge-setzten des Gestüts keine Regel vorschreibt. Istkein Gras mehr da, und die Pferde müssen hun-gern : so versteht es sich von selbst, daß man sievon der Weide nimmt; ist aber noch hinreichendGras da, so wird die Witterung entscheiden.Bisweilen ist der Octobecmonath zum Theil, oderauch ganz, einem Sommermonathe ähnlich, da«»her «s nicht einzusehen ist, warum man diePferde nicht auf der Weide lassen sollte. Esfallen aber öfters Reife, womit die Weiden desMorgens überzogen werden, die für die Pferdeuicht zuträglich sind, so wenig, daß sie selbigedes Morgens mit dem Grase einfrcssen-, nochauch, daß sie davon befallen werden. Man thutln solcher JahrSzeit daher am besten, die Pferdebes Nachts in die Stalle, und des Morgens,wenn die Sonne den Reif verdrängt hat, wie«der auf die Weide treiben zu lassen; womit manuuch ohne Nachtheil in dem November nochfortfahren kann. Sollten die Monathe kalt undnaß seyn: so ist es besser, die Pferde ganz vonber Weide zu nehmen. Der Nuhcn eines Ge-stütes erfordert es, die Thiere so lange weidenäu lassen, als es ohne Nachtheil der Pferde ge-schehen kann, und er wird beträchtlich, wenn dieWcidczcit bey einer großen Anzahl von Pss.oen