Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 48l

Pferde nach ihren verschiedenen Bestimmungeneingerichtet seyn müsse: denn anders muß er sichan einem Reitpferde, anders an einem Wagen-pferde, und wieder anders an einem Karren»Pferde zeigen. Daneben ist bekannt/ daß dieNahrungssafte auf die Entwickelung der Fül-len starken Einfluß haben, und die am vorzüg«lichsten, welche sie aus den Krautern und Gräsernauf den Weiden ziehen. Es ist daher sehr na-türlich, daß man für ein Füllen solche Weidetvahlt, die am geschicktesten ist, dasselbe so zuentwickeln, daß eö zu seiner Bestimmung dengehörigen Leist erhalte. Hat man nun den Vor»faß, ein schweres Pferd zu ziehen, welches ineinem Karren große Lasten ziehen soll: so wäre,t6 ja übel berechnet, wenn man ein von solcherNaße gefallenes Fällen auf eine Bergweideschicken wollte, da es auf einem trockenen Bo»den gesunde nahrhafte Kräuter genösse, die eSstark und dauerhaft machten, aber das Wachs-thum und die Entwickelung nicht sehe beförder-ten, sondern vielmehr verhinderten. Wir ver-sohlten des Endzwecks: denn das Pferd bliebe^u klein, und könnte, nicht in den Karren ge-spannt werden. Für ein solches Füllen ist alsodie vorzüglichste Weide gerade die schlechteste,Und, sogar die gute nnd mittelmäßige nicht soZuträglich, wie die, welche oben als schlecht be-schrieben wurde. Auf solche Art ist die mittel-mäßige Weide für ein gemeines Wagenpferdebenfalls die beste, und die gute Weide müßte manfür Pferde, welche vor Sraatskutschcn zum Zugeoder auch für die Reiterey dienen sollten, wäh-len. Hieraus erhellet also, daß die Einteilungber Weiden nur relativ ist, und daß man wohlthue, wenn man die Anlage der Gestüte nachbrechn,rene. LX.Theil. H h den