Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

gen sind, worin sich das Wasser sammelt, unödie Feuchtigkeit den angranzenden Plätzen wie-der mittheilt, wodurch die ganze Weide naß er-halten wird. Auf solchen Weiden wächst oft el«lenhohes saures Gras, durch dessen Ueberstußdie Pferde auf eine entsetzliche Weise aus ein-ander getrieben werden; allein, weil sie bestän-dig im Feuchten gehen, und durch das so saf-tige Gras lauter Safte in sich ziehen: so er-weitern sich die Knochen sowohl als ihre Seh*neu, und das Wachsthum der Haare an ihrerSehne wird so sehr befördert, daß sie von der-Kniekehle bis in die Fessel 6 Zoll lange Hangeshaben. Der Huf erweicht und dreht sich, durchden feuchten Boden, woraus sie gehen, nachden Seiten aus, und wird plakthufig. We»sman sie in der Folge aufstallc und sie durchandere Nahrungssafte erhalt, so bekommen s^nicht nur den Strenge!, sondern werden auchan den Schenkeln mit einem Ausschlage befal-len. Alle diese Folgen sind von solchen WeldtSzu erwarten, und unausbleiblich: daher man ed-le Pferde, oder auch solche, die man zum Sel-ten brauchen will, nicht auf dergleichen Ägi-den treiben muß. Die ostfriefischen Pferde geö/SBeyspiele ab, welche insgesammt von den nassesWeiden feuchte Schenkel haben, und stark le-hmigen sind.

Alle diese Weiden sind dennoch in getriist-Hinsicht, und nach der Bestimmung der Pf)^'die sie ernähren sollen, gut zu nennen; wie edenn recht gehandelt ist, wenn man Füllen, weehe große Lasten in Karren fortzuschleppen ^stimmt sind, auf die zuletzt beschriebenen Wslden cieibt, welche nur für die Jagdpferde sch>^zu nennen sind. Man weiß daß der Leist^