Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 48)

Nahrung zu finden ist, und etliche Oerter auch soversteckt liegen, daß selbige nicht einmahl vonden Pferden gefunden werden, daher man esder Beurtheilung der Kunstverständigen undHaushaltet überlassen muß. Man thut dabeyallemahl sehr wohl, wenn man den Ueberschlagso macht, daß die Weiden nicht übertriebenwerden, und die Thiere keinen Mangel leiden rdenn ein an solchen Orten herrschender Ueber»stuß schadet nicht, wohl aber der Mangel, wel-cher den weidenden Thieren zum größten Nach-theil gereicht. Von der im obigen beschriebenenguten Weide dürften zoo IHRulhen für einPt'erd und zwey Stück Hornvieh hinreichendseyn.

Von der mittelmäßigen Weide würde mawan 402 LlR'-tthen genug haben, zu der eben er»'Gähnten Anzahl von Thieren, und man thueder Sache nicht zu viel, wenn man drey StüekHornvieh und ein Pferd auf 400 Ruthen vorcder oben erwähnten schlechten Weide rechnet.Hieraus erhellet also, daß eine gleiche AnzahlRuthen von schlechter Weide mehr. Wich -,r-"öhrt, als die beste, weil dieselbe wenige obwohlkräftigere Nahrung liefert. Am sichersten gehtchan bey der Anlage eines Gestütes, .dgß mandie im Lande übliche Gewohnheit, WAde.n. zubetreiben, zum Grunde legt, welche durch Er-fahrung zur Richtschnur geworden; und alsdennseine Beurtheilung zu Hülfe nimmt, in wiefern der Boden, wo das Gestüt angelegt wer-den soll, von dem gewöhnlichen abweicht; sowird man sich leicht helfen.

Die Weiden sind durch ein Riegelwerk soin theilen, daß sowohl Stuten als Füllen, undzwar diese nach ihrem Geschlechte und Zähren

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