Pferd. 487
diese Wirkungen sind vielleicht bey den Pferdennicht auf einmahl merklich; aber, wenn vergleüchen eiskaltes Wasser ihnen beständig gereichtwürde, so dürste es am Ende nur zu merklichwerden; weshalb es erforderlich ist, daß eS ersteinige Meilen stießt, ehe es von Thieren genossenwird, damit es durch die Luft gemäßigt werde.Auch die Pferde wissen das gute von demschlechten zu unterscheiden, daher sie einen kla-ren Bach allem anderen Wasser vorziehen. Die-ses Wasser hat also alle Eigenschaften des bestenWassers, außer der, daß es sich nicht mit derSeife vermischet, welches es aber auch thut, sohalb es durch die Luft gemäßigt worden.
Gutes Wasser ist ein jedes fließendes, oderin Cisternen gesammeltes Regenwasser. FließendeWasser führen gemeiniglich mehr Erdtheile mir,wie ein aus einem steinigen Boden springendesQnellwasser, welches auf ein und eben demselbenBoden fortfließt; daher jene nicht so leicht undhelle seyn können. Dahingegen sind sie gemäßig-te, vermischen sich gern mit der Seife, und er-weichen die Hülsenfrüchte bey dem Kochen ge-schwinde; welches einem jeden, der eine Haus*Haltung fährt, bekannt ist. Dieses Wasser istden Pfcrven zuträglich, und sie saufen es gern,außer, wenn es sich durch ein starkes Regen-wetter zu sehr mit Erdtheilen vermischt hat, undtrübe geworden ist. Das in Cisternen gesam-melte Regenwasser ist diesem in allen gleich zuschätzen, indem es eben die Theile bey sich führt,nur muß es nicht durch eine lange Zeit stinkendUnd faul geworden seyn.
Mittelmäßiges Wasser ist durch Röhrenau« Springbrunnen geleitetes, oder springendesWasser, welches dadurch verbessert wird, wenn
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