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den sind, wo man keine so lange und strengeWinter kennt, wie in den unsrigen, und daßdaher auch diese Vorsicht bey verschiedenen ganzentbehrlich ist. So z. B. wird den wildenPferden in dem wüsten Arabien und bey denlybischen Völkern gewiß nichts gereicht, welchesMan aber auch eigentlich keine Gestüte nennendarf, indem sie keinen Herrn haben, sondern eünem jeden zu fangen frey stehen.
Die Winterfütterung in halbwilden Gcstä,-tcn ist, mit der in zahmen Gestüten üblichen,übereinstimmig, nur daß in jenen die Stutenauf dem Stalle nicht so lange, und nicht sostark, gefüttert werden, wie in diesen; daher je-ne auch diesen vorzuziehen sind, wenn man da-zu Platz hat. Man muß die Fütterung nachden Stuten, den verschiedenen Jahren und demGeschlechte der Füllen, unterscheiden; wie dennauch die Beschäler sorgfältig davon abzusondernsind.
Die Stuten in halbwilden Gestüten kom-men nicht eher zu ihren Stallen, oder werdennicht eher dahin geholt, als bis sie auf demBoden, der mit Eis und Schnee überzogen ist,keine Nahrung finden können. Alsdann wirdihnen täglich 12 Pfund, nähmlich 6 Pf. Heumit eben so viel Weitzen, Gersten- oder Haber-stroh vermischt, auf die Raufe gesteckt, auchMorgens sowohl als des Abends ein starkesFutter von geschnittenen Erbsen, Bohnen undWicken, mit geschnittenem Rockenstroh vermischt,gereichet.
Wenn das Heu nicht zu kostbar ist, undman dessen genug hat, so wird es noch besserseyn, ihnen bloß Heu, als eine Mischung vonHru und Stroh zu geben. Von dem Stroh ist
ihnen