Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. ;iS

sind und die Schmeicheleyen nicht vergessen: sobekommen die jungen Pferde ein Zutrauen zuden Menschen, und der Anfang der Abrichtuvgwird dadurch sehr erleichtert.

Die Reinlichkeit in den Stallen ist bey Ge-stüten eben so wenig aus der Acht zu lassen, alsbey Marstallen. Wenn die Stalle voll Staubsind, fallt er auf die Pferde, und die'Leute müs-sen desto mehr putzen, oder die Füllen, welchenicht geputzt werden, werden voller Unrath, dersich auf die Haut setzt, anklebt, und die Schweiß«löcher verstopft: wodurch die Ausdünstung unddas Gedeihen gehemmet wird. Die Knechte müs-sen daher wenigstens alle 14 Tage die Wändebvin Staube und Spinnengewebe reinigen. Da-bey sollen sie diejenigen, welche nicht geputztwerden, täglich mit frischen Streuen versehen,damit sie nicht, wie die alten Kühe, mir Unflathbedeckt werden. Man darf sich nicht einbilden,daß es den zweijährigen Füllen zum Nachtheileöereiche, wenn sie geputzt würden, wie es einigeglauben» sondern es würde ihnen vielmehr vor-cheilhaft seyn, wenn die Instrumente, womit dieReinigung geschähe, nicht zu scharf wären; al-lein, va sie nicht angebunden find, es auch zudiel Knechte erfordern würde, welche die Ausga-be des Gestüts erhöheten: so läßt man es da-bey, und sucht durch reinliche Ställe und Streud§S Putzen zu ersetzen.

Den Knechten kann nicht» verborgen blei-bn, was etwa dem einen oder andern Thiere zu»^stoßen möchte, da sie sich mehrentheils inden Ställen aufhalten; finden sie dergleichen,10 Müsse« sie es sofort dem Gestütmeister an»^>gen. Es gibt mitunter so faule Knechte, wel»He nicht darauf achten, ob ein Pferd frißt oder

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