Pferd. 52Y
klingen mitgetheilt, die kein Pferdeliebhaber un<-gelesen lassen wird. Um einen Begriff von die-sem Gestüte und seiner Entstehung zu geoen,und auf das angeführte Werk desto aufmerksa-mer zu machen, entlehne ich hier nachfolgendesaus demselben.
„Friedrich Wilhelm der Zweyte,sagt Herr Rohlwes, überzeugte sich von derNothwendigkeit, die Pferde in seinen Staatenveredeln zu müssen; und da sein deshalb gefaß-ter Entschluß von jeder Kleinlichkeit entferntwar, so litt derselbe auch in Betreff des etwaerforderlichen Aufwandes, keine Einschränkung,und die Ausführung desselben ward von Sr.Majestät dem jetzigen Oberstallmeistec, demReichsgrafen von Linde nau, übertragen."
„Gute Beschäler waren zur Veredelung derLandpferde die erste Nothwendigkeit; und umdiese im Lande zu erzeugen, mußte ein Gestütvon ganz edlen Rußen angelegt werden, fürwelches denn auch mit möglichstem Fleiße gesorgt.Und dasselbe, trotz allen sich ereigneten Hinder-nissen, endlich in einem viel versprechenden Zu»stände, bey Neustadt an der Doste, errichtet,und mir dem Nahmen seines großen, edlenStifters, Friedrich Wilhelms, beehrt ward."
„Das Lokale, welches der Herr Oberstall-Weifter zur Einrichtung des Gestüts bey demeben genannten Neustavt wählte, bestand an-fänglich aus denjenigen Amks-Grundstücken, wel-che der schon seit vielen Zähren auf dem dastgenAmtöhofe befindlich gewesenen Maulthier-Siu-
^ terey
Darstellung des Kinigl. Preußl. stnedricb-Dilhelms- Ge-stütes, bey Neustadt an der Berlin, i>e- Maure»» I«vü. ,0, S. in gr. 4. mit a Kupsertaf.stechn.Enc. LX. Lhcrl. L l