Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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DaS Füttern dieser Stuten geschieht auf folgen-de Art. Ein großer länglicher Kübel ui auf einemkleinen zweyräderigen Wagen mit einer Deichsel,befestiget. In diesen Kübel wird jedesmahl daS Ful-ter von zo Pferden eingemischt. Für die hohen Ra*ßestutcn besteht die Mischung aus zwey Theilen Hä-kerling und einem Theil Hafer, als 15 Metzen Ha- ^

fer und 1 Scheffel 14 Metzen, auch wohl zweyScheffel Häkerling. Für die andern zo Stuten wer» >den aber nur 10 Metzen Hafer und 2 Scheffel Ha- >kerling zusammen gemischt, weil diese täglich nur lMetze Hafer erhalten. Der Häkerling wird zuerst >»den Kübel gethan, hernach der Hafer dazwischen ge-mischt und während des Mischens soviel Wasser da-zu gegossen, bis alles Futter damit angefeuchtet ist!dann wird dieser Futterwagen in den mittler» Raumdes Stalles hinter die Stuten gefahren, wo der Ge-stütmeister das Futter mit einem Maße jeder Stu"zumißt. Diese Za Stuten werden von 2 Knechte»gewartet; jeder dieser beyden Knechte hat 2 Futtec-mollen, in welchen er das Fntler von dem Gestütmeister empfängt, und dasselbe, ein jeder auf sei»^? .Seite, den Stuten in die Krippe schüttet. Auf dnlsWeise werden go Stuten in einigen Minuten ges>^tert, und eben so bekommen auch die andern ZoStuten ihr Futter. Ehe das Einmischen des F»^ter« geschieht, müssen die Knechte die Krippen sorg*fällig reinigen.

Die zuvor genannten 60 Stuten werden vo»vier Knechten gewartet, deren jeder r; Stück a»>folgende Weise besorgt. So wie des Morgens daFuttern vorbey ist, wird das trockene Slreustroh !

den unter der Krippe befindlichen Verschlag gebracht, .

und die nasse Streu mit dem Mist aus dem Sla»' !

ge gekehrt; dieses wird alsdann aus derThüre aus den Mist gefahren, welches Geschält »gefähr etwas über eine Stunde Zeit erfordert; da»wird allen Stuten etwas Heu auf die Raufe S 'warfen. Während die Stuten solches v^rzchtH^frühstücken die Knechte; darauf wird eine Dlallty .geöffnet und ZO Sturen frey gelassen, damit »dem auf dem Hofe in der Vermachung an oer 4»'pe befindlichen Troge saufen unb »ichmachen können. Der Trog w.rd alle Morgen g ^niget und voll frisches Wasser gepumpt. 6s ^ ^