Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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PM. ?S7

sie dringen in alle Körper, stimmen alle um,und verwandeln alles in eine bald auffallendere,bald weniger zu bemerkende Form. Es müssenalso nothwendig in jeder Provinz sich Verschie-denheiten an den dort gezogenen Pferden zeigen.Um indeß die Frage zu beantworten, auf welcheArt man denn in einem Lande die nöthige An-zahl brauchbarer Pferde ziehen könnte: so wollenwir dieses z. B. in Rücksicht auf Sachsen un-tersuchen.

Suchte man, sagt Herr von Tennecker,die beyden Naßen, von welchen ich im vorher-gehenden sprach, nähmlich die Thüringer unddie Lauscher Landpferye, durch gute Beschälerzu veredeln, so würde man die erstem zu derRemonlirung der schweren, und die letztem zuder Herstellung der leichten Cavallerie gebrau-chen können. Zwar ist es wahrscheinlich, daßuwn die wenigsten, vorzüglich von der letztem^aße, von der ersten Generation zu diesemDienste brauchbar finden würde: aber die dritteUnd vierte Generation mit mecklenburgischenHengsten von altem Schlage, oder von sächsischer^estülsrciße verbessert, würde gewiß wenigerKrüppel liefern, als jetzt jede mit pohlnischenWerden berittene Compagnie und Escadron aus-zuweisen hat.

DZas die Frage anbetrifft: Ob ThüringenUnd die Lausitz Pferde in genügsamer Mengez." diesem Zweck erziehen könnte? — so habenUk schon mehrere geschickte Oekonomen mit jadeanrwortet; und wer die fruchtbaren Auen

Thüringen, und die Menge brachliegenderHeiden von der Lausitz kennt, wird dieser Mei-nung beystimmen. In jedem Dorfe von Thü«ruigcn, das an der sogenannten goldnen Aue

liegt,