Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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Sprache der Pferdeverstandigen zu nennen pflegt,im Auge gemeinhin wett stärker, und auch über?Haupt diel dauerhafter, a!s die langgestreckten,obgleich diese letzteren längere Schritte thunkönnen, und folglich zum geschwinden Fortkom-men besser sind.

Auch verlangt man von einem guten Pfer-de, daß es ein frisches Herz, das heißt, den ge-hörigen Muth habe. Dieser Ausdruck zielt abermchc auf die Munterkeit und das muthige Be-tragen, welches ein wohlgewartetes Pferd ge-wöhnlich blicken läßt, wenn es aus dem Stallekommt, oder auf den sogenannten Gtallmurh;denn diesen nimmt man auch an schlechten Pfer-den wahr, sind sie aber einige Meilen getrieben,w lassen sie Kopf und Ohren schon hangen. Einrecht frisches milchiges Pferd lauft dagegen in 'einem Futter, ohne daß die Peitsche gerührtwerden darf, g bis 4 Meilen munter fort, undm beym Ausspannen noch eben so munter, alsrü beym Anspannen war.

Äls ein Kennzeichen der einem Pferde man-gelnden Kraft oder sogenannten Herzhaftkgke.itch auch das leichte Schwitzen anzusehen. Bey«wem dauerhaften Pferde bemerkt man diesessondern es kann z bis 4 Meilen getrie-en werden, ohne daß es «in nasses Haar be-kommt, es möcttte denn sehr fett gefuttert undMcht an der Arbeit gewöhnet seyn. Ein schwa-ches mattes Pferd wird dagegen bald mit Schaumüberzogen.

Durch das bloße Ansetzn den sogenannten^tallmuth von der wahren Kraft oder Herz-h^igkeit eines Pferdes zu unterscheiden, haltkchr schwer, weil man davon keine sichere äußereKennzeichen hat. Eden daher tst auch das Ein-' kaufen