Pferd. 6H
bar. So lange bloß Arbeiten in der Nahe desHofts vorfallen, kann man die Stuten freylichwohl vor dem Hengste bewahren. Werden dieSturen aber zu weiten Reisen gebraucht, istes kaum möglich, weil solche Reiiegespanne un-terweges sehr oft mit Fuhrmannspferden, wor-unter gewöhnlich Hengste sind, in einem Stalleübernachten, wo sich solche Hengst? denn losrei-ßen und die Stute belegen. Ein Landwirlhbekommt also wieder Vermuthen eine trächtigeSture, die er zu den Geschäften, wozu sie ei-gentlich bestimmt-ist, nicht immer gebrauchenkann.
Die Wallachen sind eigentlich zu schwerenArbeiten am wenigsten zu gebrauchen, weil dieKastration das Thier bekanntlich sehr schwächt.^6 kommt hierbey indeß auf die dabey beobach-tete Verfahrungsweise an. Ein Pferd das sehrfrüh gelegt wird, erlangt keilten muskulösen kraft»Körper; allein laßt man es erst sich ganzZwickeln, und legt es alsdann mit gehörigerAbsicht, so wird man ein starkes, brauchbaresPferd erhalten. Die Wallachen sind dabey leich-zu zähmen als die Hengste, und man ist beyihnen nicht den Unbequemlichkeiten ausgesetzt,denen man bey tragenden Sturen nicht entgehen
Auf die Farbe der Ackerpferde nimmt manfrlten Rücksicht; doch wollen einige bemerkt ha-be«, daß schwarze und ganz weiße Pferde demAnfalle der Stechfliegen mehr ausgesetzt sind,uls Füchse, gelbe und braune Pferde. Hb eineFarbe mehr Dauerhaftigkeit anzeige, als eineandere, ist ein« Sache, über die die Urtheile>ehr verschieden sind, wovon in dem obigen, wobon den verschiedenen Farben der Pserde gehan«
Qq 2 delt