622
Pferd.
Zu den mit dem Heu öfters vermischtenKrautern, welche die Pferde zwar gern fressen,die ihnen in Menge aber schädlich wohl gartödtlich werden, gehört das Lhuilstum ^sluflre,Wasser kahenstärz, oder Schasrheu. Es wachst !hauptsächlich an den großen Strömen, und indem Odrrbruch, wo damit jährlich eine Mengevon Ochsen und Hammeln gemästet wird. Zneiner ordentlichen ^andwirthschaft, wo die Pferdeauf ein bestimmtes Kutter geseht sind, kann die*ses an sich so nahrhafte Kraut keine solche G?'fahr nach sich ziehen; sondern diese Gefahr ist !nur da zu befürchten, wo die Pferde so vielHeu vorgelegt bekommen, als sie nur immer fresisen mögen. Wo das Heu also nur «inen Theilder Fütterung ausmacht, darf man also wegen »des WasserkahenstärzeS nicht zu besorgt seyn.
In Hinsicht des Strohes pflegt man g^wöhnlich das Rockenstroh für die Pferde zu be-stimmen, das Gerstem und übrige Sommerstrohaber für das Rindvieh. Die Pferde verlangenbey der Anmengung ihres Kutters einen vielfeineren Häckerling, als das Rindvieh; und dasich das Rockenstroh vorzüglich zum Schneidestschickt, so wählt man es am liebsten für diePferde. Im Nothfall nimmt man indeß Ger-sten- und anderes Sommerstroh zum Häckerlingfür die Pferde, und es bekommt ihnen auchrecht gut.
Wie viel Stroh, sowohl zum Häckerling?als Zur Unrerstrcue, für ein Pferd des Tag^nöthig sey, ist ebenfalls in dem mehrmahls g^dachten Marschreglement bestimmt. Es ist abernach Verschiedenheit des Hartfutterö auchUnterschied in Ansehung des Häckerlings gemacht-Erhält ein Pferd täglich z Mehen Hafer, s°