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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 651

Ist es für einen Sandwirth rathsam, sichauf die Füllen zu cht zu legen?

Bey dieser Frage muß man einen Unter-schied machen, ob ein Landwirth nur seinen ei«genen Abgang an Pferden, oder auch Füllenzum Verkaufe aufzuziehen sucht. Das erstere istso ungewöhnlich nicht, das letztere ist aber mitMehreren Schwierigkeiten verbunden, und für ei-nen Pachter oder kleinen Gutsbesitzer nur seltendoctheilhaft.

Dergleichen Stutereyen erfordern nicht al«lein viele Kosten, welche den Umstanden einesLandwirthes nicht immer angemessen sind, son-dern auch eine besondere Pferdekenntniß undAufsicht, nebst Sachverständigen von allerleyArc, die nicht allenthalben in der Nahe sind:und wenn deren Unterhaltung durch die Anstaltselbst aufgebracht werden soll, ein schon sehr be-deutendes Gestüt voraussetzen. Eine auf denVerkauf betriebene Pferdezucht ist oft auch mitzu vieler Gefahr verknüpft, und ein Landwirthdon mittleren Verinögenöumstandcn kann dadurcht'-n ihn zu Grunde richtenden Stoß bekom-' Uebcrdem hat ein Gutsbesitzer auf den Er-t e» ihm eine angelegte Sturerey gewahrens , ,u lauge zu warten, welches die Umständedc mchrcsten nicht verstatten. Endlich sind auchV >'. alle Gegenden zu dieser Absicht geschickt,ss daß man eine glückliche Füllenzucht erwarten^>"Nte; wogegen sie m den mehresten Fallenine Rmdviehzucht weit paßlicher seyn werden.

In wie fern kann aber eine eigene Pferdr-zucht^statt finden, um den Abgang an Wirth-schaftkpferden zu ersehen, und den kostbarenAnkauf derselben ersparen zu können? — Bey

Guts«