Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 66 l

dern lang angebunden werden, damit sie sich zuallen Zeiten bequem niederlegen können, wozudenn auch ein geräumiger Stand gehört.

Viele Stuten füllen stehend, die mehrstenaber liegend, und es geht bisweilen sehr geschwinddamit zu; denn öfters frißt die Stute noch,lind in dem Augenblick bekommt sie auch Geednrtswehcn, welche sie durch häufiges Hin- undHertreten mit den Hinterfüßen zu erkennen gibt,und in kurzer Zeit kann das Hüllen da seyn,kenn alles seine rechte Lage hat. Sollte dieStute sich aber mit dem Hintertheile gegen eineWand legen, so muß der .Unecht ihr eine an-dere Richtung geben, damit das Füllen bey derSrburr nicht gegen die Wand gepreßt wird.

Die Füllen kommen eben so wie andereThiere mit dem Kopfe zuerst hervor, weicherauf beyden Vorderfüßen liegt. Das ist dierechte Lage. Mit den Füßen zerreißt das Fül-len gewöhnlich das sogenannte Fell, (bey Men-schen das Schafhäutchen genannt) worauf vie-les Wasser vorankommt. Es geschieht aberauch bisweilen, daß ein Füllen in dem sogenann-ten Felle ist, welches man aber, wenn es nicht^°n selbst aufgeht, nicht eher öffnen darf, alsris das Füllen schon so weit da ist, daß mandasselbe gut von der Mutter ziehen kann, woWan es denn behutsam zerreisier oder zerschneidet.

Es pflegt aber auch bisweilen zü geschehen,daß dir Füllen in einer verkehrten Lage zumVorschein kommen, j. B. mit einem oder beydenHinterfüßen zuerst, welches aber im Grunde"icht gefährlich ist; denn man darf in diesemFalle, wenn sich nur ein Hinterfuß zeigt, nur"i'n andern suchen, und alsdann beyde behutsamheraus zu bringen trachten, so geht die Geburt

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