Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 67 l

gebrauchen, für die Füllen aber muß mandas bessere Heu zur Fütterung aufbewahren.

4 ) Daß die Krippen jedesmahl, bey allenund jeden Pferden, ehe sie ihr Futter ein«,geschüttet bekommen, von allem Unrathe ge-reinigt werden müssen, ist im obigen schonmit mehrerem berühret worden; man kannes aber den Pferdeknechten nicht angelegent-lich genug machen. Ebenso auch, daß manden Pferden ihr Futter nie auf einmahleinschütten müsse, also Morgens, Mittagsund Abends, oder wenn man bey Pferden,die gewöhnlich auf dem Stalle stehen, auchfünf Fütterungen des Tages hält, jedesFutter in mehrere kleine Portionen theilenmüsse.

5) Zum Häckerlinge muß kein dumpfiges, son-dern das auserlesenste Rocken» oder Weit«zenstroh genommen werden, weil alles dum»pfige Futter überhaupt allem Viehe, undso auch den Pferden äußerst schädlich ist,und viele Krankheiten daraus entstehen.Diese beyde Arten von Stroh können al-len Pferden zur Fütterung gegeben werden,dahingegen dürfen die trächtigen Stutenkein Gerstenstroh bekommen, weil diese dar-nach leicht umwerfen; den übrigen Pfer-den aber, als Hengsten, Wallachen und gel-ten Stuten, kann Gerstenstroh sehr gut ge-futtert werden, ja eö ist ihnen sogar ge-sund, wenn sie dasselbe im Herbste, wennsie von der Weide wieder ins trockene Fut-ter kommen, erhalten, weil es gelinde laxirt.Haferstrvh muß man trächtigen Stutenauch nicht geben, weil es schwer zu ver-dauen ist; anderen Pferden hingegen, wel-che