Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

derselben, wie bey uns in Deutschland bedienenkönnte. Auch dienen viele da,u, um die Sanf-ten zu tragen, worin die Weibsleute iranspor-tirt werden.

Zu der großen Anzahl Pferde, welche den»türkischen Kaiser besonders gehören, kommenauch noch diejenigen hinzu, die den vornehmstenBeamten des Serails zuständig sind, deren es«ine große M'nge gibt, die alle auf Kosten desGroßherrn gewartet und gefuttert werden. DekKislar-^ßtiA, der Oberste der schwarzen Vet-schnittenen hat deren allein zoo zu seinem be-sonderen Dienste, und so haben die übrigenamten nach Verhältniß jeder eine gewisse Anzahl»Jeder Page, so elend er auch selbst ist, hat we-nigstens z Pferd«. Man kann also, ohne eS inrgeringsten zu übertreiben, die Anzahl der in desStallen des türkischen Kaisers befindlichen Pst",de auf 6ovO Stück annehmen. Diese Anzahlwürde frerilich nicht Z500 Menschen zur Ä>as-tung erfordern, da aber diese Leute beständigaufpassen müssen, auch die Benschaffung des nö-thigen Futters haben, und überhaupt die Ä^r-tung und Reinlichkeit in den Stallen sehr a"tseyn soll, so folgt daraus, daß diese Anzahlnothwendig ist. Hierzu kommt noch, daß ^Türken die Gewohnheit hahen, ihre Pferde >>"Monat May aufs Gras zu schicken; auch beydieser Gelegenheit mehrere von den StallleNteNUrlaub bekommen, hingegen andere an ih"*Stelle so lange täglich i bis rmahl die Font«-ge für die abwesenden beschaffen müssen, wel-ches alles eine areße Anzahl Leute erfordert'Der Lmm! ist eigentlich der Fourage^Walter, welcher dt« Aussicht hierüber hak.

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