Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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714 Pferd.

fortziehen oder einhalten sollen. Eben dieser An-führer ordnet auf die seltsamste Weise die nö-thigen Bewegungen an, wenn der Trupp durchWölfe oder durch andere Raubthiere überfallenwird. Er ist stets munter und wachsam, erumgeht öfters seinen Trupp, und wenn zuweilenein Pferd aus der Ordnung tritt, oder zurückbleibt, so lauft er auf selbiges zu, und treibt cSan seinen gehörigen Ort. Sie ziehen immer ineiner gewissen Ordnung fort, und theilen sichin der Weide wieder in Unterabtheilungen, oh-ne sich weiter zu trennen oder zu vermengen'Vier bis fünf Jahre behauptet dieser Anführtseine Stelle, zeigt er sich minder thätig, so schließtsich aus dem Trupp ein anderes Pferd au^und. überfallt den alten Anführer, der denn,wenn er nicht überwältigt wird, sein vorigeCommando behält, im andern Fall aber, Munter den Trupp zurückzieht, und seinem Ueber-winder den Platz überläßt.

In Finnland werden die Pferde im Mo-nathe März auf die freye Weide getrieben-Sie weisen sich da in den Wäldern ihre eigeneSammelplätze an, gesellen sich truppweise, ohnesich von ihrer Parthie zu trennen, und ihre"Bezirk zu überschreiten. Ist der Platz ganz ab-geweidet, so ziehen sie in der nähmlichen Ord-nung weiter. Ihre Züge sind so gleichför'E-daß ihre Eigenthümer eö jederzeit wissen,anzutreffen sind, wenn man sie brauchen fo"^'und nach verrichteter Arbeit kehren sie wiederselbst zu ihren Kameraden auf die Weide zurü">die sie denn nicht eher verlassen, als im Mo-nath September, wo die Witterung äurauh wird.