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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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geringste Arbeit zuzumuthen, ja es vor dieserZeit nicht einmahl anzureiten; woraus denn na«tätlich erfolgt, daß die meisten dieser Pferdebey einer irgend mäßigen und vernünftigen Bc«Handlung noch im iZten Jahre ganz brauchbarsind."

„Das Preußisch« Gestütpferd ist grdßten-theils von schöner Gestalt, und bey Wagenpfer-den sehr groß. (Bey Reitpferden zieht man sienicht über 5 Fuß, r höchstens zwey Zoll rhein,ländisch Maaß). Es hat fast jederzeit ein schö-nes gerades Kreuz, den Schweif hoch angesetzt,und es tragt ihn natürlich weit ab; dabey fin-det man noch häufig Ramsköpfe, nur zuweilenetwas zu dick, die Augen sind fast immer fehler-frey, der Huf hart und dauerhaft, so daß diemeisten Rciterpferde niemahls beschlagen werden.Der einzige Fehler, den man ihnen mit Rechtvorwerfen kann. ist, daß sie öfters zu lang gc-köthet sind, over durchtreten, von welchem Feh-ler aber schon mehrere Gestüte nach und nachsich zu reinigen suchten, und sich gereinigt ha-ben. Dabey sind die Preußischen Pferde sel.rgelehrig, und mit die Besten zur Schule, in d.rJugend oft capriciös, aber wenn sie gut dressiersind, ausserordentlich angenehm, feurig, und gleichwieder gelassen, von großer Dauer, und in allenStücken vortrefflich zum Cavallerie Dienst."

„Alles bisher Gesagte gilt indessen nur vonden sogenannten hohen Gestüten, da auch sehrviele Pferde, theils von Beamten, ^ theils vonCvllmeren (so heißt man die Erbpächter) tn derNiederung oder auf fetten Weiden gezogen, undgrößkentheils nach Polen verkauft werden. DiesePferde werden gleich, von Jugend auf, stark ge-füttert, und wirklich aufgeschwemmt. Daher ist

es