Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
718
JPEG-Download
 

7>8

Pf-rd.

„Die Einrichtung dieser kleinen Privatgesstüte, die gewöhnlich nur Eine Gattung vonWerden, (entweder Reitpferde oder Zugpferde)erzielen; ist in den königl.lAemtern sehr einfachund kürzlich folgender Der Beamte hält 5 bis6 oder mehrere Beschäler, häufig aus dem kö>nigl, Gestüte zu Trakehnen, oder Mecklenburger,Hollstemer, zuweilen Engländer oder Polen, odervon eigener Raste. Die Pferde stehen ohneAuS»napme das ganze Zahr im Stall und we^eNzu gar nichts gebraucht, auch außer der Be-schätzest sehr kärglich mit wenigem Hafer undeiner uneingeschränkten Quantität Heu gef"^tett, welches Verfahren aber ziemlich allgemeingetadelt wird, und auch wirklich zu tadeln i!^Die Zuchkstuten, auf deren Auswahl wirklichviel Fleiß gewendet wird, sind entweder auchbloß zum Dienst des Gestüts, und verrichtalsdann keine Arbeit, welches indessen auch sin-mer seltener wird, oder Zugpferde, und es schriestals wenn es vortheilhafter wäre, alle Stuhlstdie keine säugende Fohlen haben, immer niäß^arbeiten zu lassen, und sie dann auch besser undmit mehr Hafer zu füttern, als gegenwärtig ^schieht. — Die Fohlen werden, soviel mbgllchlvor den fetten Weiden gehütet, und diestütsrostgarten geben ihnen gewöhnlich nur c>nkümmerliche und kurze Nahrung. Nur wenn stjährig sind, gibt man ihnen eine Zeitlang h^^Futter, welches sie nachher bis zur Aufstau"'^(mit vollen 4 Jahren) erst wieder erhalten,dern bloß im Winter mit Heu und Stroh gfüttert werden; woher der in Preußen galU 0gemeine Ausdruck kommt, ein Pferd von Stkaufen. Früher als mit 4^ oder z Jahren p! ^man auch dem preußischen Gestütpferde nw