Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
750
JPEG-Download
 

750 Pferd.

trächtig. Man sieht daraus, wie viel Einfluß dieFreyheit auf die Begattung und Vermehrung derThiere hat. Niemahls, oder nur äußerst selten, wer-den in Gestüten, wo aus der Hand beschält wird,alle Sturen trächtig werden.

Es sind 5 solcher Hengste, die im Freyen beschä-len, wovon der eine braune Stuten, der zweyteRappen, der dritte Schimmel, der vierte Mohrei»köpfe, und der fünfte Füchse und Faichen in seinerZuthcilung hat.

Ausserdem werden aber auch noch mehrere Stu»ten aus der Hand im GestütShofe beschält, und >hierzu sind noch z Beschäler im Stall, fluch dürfen !einige Beschäler und der Probirhcngst welchen manh er den Versucher nennt, die Bauernstuten ausder Geg'nd beschälen.

Unter den Multerstuten sind wirklich sehr schönePferde, welche lang gestreckt, gut gestellt, gut auf«gesetzt, und rein sind, auch meistens Ramsköpsehaarn. Man sieht fast alle Farben im Gestüte, au-ßer keine Schecken, Schweißfüchse nnd- Schecken,welche alle nicht geduldet werden. Besonders schön >sind die Füchse, die Hellbraunen und Schimmel. Die lmeisten Mutterstuken sind von starkem Reitschlage, >wenige von großem Zugschlage. AuSwärts gehendePferde Hai e ich keine im Gestüte gesunden, aber ei-nige mit Piphaken und etliche langgesesselle. Diejährigen und zweyjährigcn Fohlen wachsen schnellauf, aber alSdann bleiben sie im Wachsthum zurück.

Im Ganzen ist das Gestüt schön, und die Pferdegut gehalten, und die Stallungen auch ziemlichreinlich.

Die Fohlen fallen gemeiniglich später, als isandern Gestüten, theils weil die Hengste spät zu de" !

Stuten kommen, theils weil die meisten Stuten erst ^

im May aufnehmen. '

Die Beschäler sind lauter Hollsteinrb, und esist wirklich Schade, daß ein so guter Schlag vonMutterstuten, keine bessere Beschäler von edleren»Blute hat.

Die r, 2, Z und ajährigen Fohlen von jedemGeschlechte gehen in besonderen Abtheilungen, aberallezeit alle 4 Jahrgänge mit einander.

Im Stall stehen die r, 2 und zjährigen Fohle»ohne Stände ober Streubäume neben einander. ,