Ps-rd. 7?7
fließendes Wassei^geriiteii, öder in dessen Ermange-lung, vor dem Stall heraus, an einem Brunnen,stark mir Wasser begossen und abgekühlt werden.Auch müssen bey trockenem Wetter einigemahl in derWoche die Pferde die Hufe des Abends mit Lehmenund Kuhmist eingeschlagen-werden, wodurch die Hitzeaus den Füßen gezogen wird, und die Pferde desNachts desto besser ruhest.
Nota). Die Offiziere und Unteroffiziere, welche dieStall-Jnspectiön'und das Vifftiren haben,müssen wohl Darauf sehen, ob die Pferdeauch zum Liegen herunter gebunden sind?denn manche faule Reiter, die umäuberlichePferde haben, lassen die Pferde öfters auf-gebunden im Stall stehen, damit sie deSMorgens nicht viel waschen und putzen dür-fen, (welches der Fall bey Schimmeln undandern hellen Farben ist) wodurch aber dieKnochen und die Gesundheit der Pferdeleiden. >
Nota). Man muß von den Leuten durchaus nichtleiden, daß sie grob mit ihren Pferden um,gehen, oder solche wohl gar mit Füßen tre-ten und stoßen, oder mit Besen- und Ga,belstielen mißhandeln, wodurch viele Pferdeverdorben werden; sondern jeder Reiter mußsein Pferd lieb haben, und für selbige- zu-erst, und dann erst für sich sorgen.
Ueber das Aufstößigwerden der Pferde.
Wenn das Pferd keine Lust bezeugt, mitdem gewöhnlichen Astpetit zu fressen, oder seinePortion nur zum Theil aufzehrt, so .sagt mangewöhnlich, das Pferd ist aufstssiig, oder eshat die Frcfilust verloren.
In den meisten Fallen ist das Aufstößigswerden der Vorbote einer Krankheit, die "überkurz oder lang ausbricht, ober es ist der Ge.-u'fahrte derselben, wobey man denn bey genasterc,:Untersuchung auch größtenlheils noch andereKennzeichen des Krankseyns, z. B. Hih^AL^,
Bbb z Durst,