Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 7S;

.Wie kostspielig und mangelhaft die Admi-nistration der königlichen Gestüte in Frankreichwar, kann man daraus abnehmen, daß nach dePreseau de DompierreS Berechnung jedesvierjährige Gestütpfcrd dem Könige auf 6002Livres zu stehen kam.

Die Engländer wenden unter allen Natio-nen bekanntlich am meisten auf die Pferdezucht,und sparen keinen Aufwand, sich die bestenArabischen und Barbarischen Hengste zu ver-schaffen. Einige Partikulierö bestachen einst ei-nen Sklaven, um einen Hengst aus des Kai-sers von Marocco Gestüte zu entführen/ und sierüsteten, nachdem der Raub verabredet war, ein"genes Fahrzeug aus, um das Pferd sogleichabführen zu lasten. Dieses Pferd kam Mit al-len Unkosten auf 80,000 Livres zu stehen.

Zu England zahlt man öfters ivo Guineenfür den Sprung eines Beschälers, als Beschal-geld. Die Sprünge des berühmten BeschälersUNL Wettläufers Mask und Eclipse wurden aufsueje Art bezahlt. Jeder bedeckte zo Stutenin einem Jahr, und ihre Besitzer hatten alsoem ,eoer eine jährliche Einnahme von ZZ/OO0Gulden.

Den Arabern und Türken gefallt die breit«und platte Stirn an den Pferden ungemein, sowie die mäßig gebogene Stirne und die Hechts»Nase den Engländern. Die Spanier, Neapoli-taner, Dänen und Hollsteincr lieben die Ramö»köpfe.

Die Türken lieben die Grauschimmel au»ßerordentlich. und man sieht bey ihnen ganze Ge-stüte und grosse Trupps Spahis beritten vonsolcher Farbe. Sie behaupten, diese Farbe undGarcung der Pferde setzen die besten und dauer»

haf.