Band 
Erster Band.
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D i e Celten, Gallier/ Galater. 1 5

— Die Germanen hatte zwar Cäsar seinem Heerals B r ü der der G a l l i e r geschildert / ihre Scheuevor den mächtigen Gestalten und ihre Kricgsart da-durch beschwichtigend, ja verhöhnend; „sie hätten ja,in der eben ruhmwürdig überwundenen gallischenGefahr, auch diese germanische schon kennen ge.lernt und großen Theils schon überstanden"!! — Galtes aber, vor Rom und seinem Senat dem Ruhme Cä-sars und der darauf zu begründenden Macht, so wur-den bey ihm, Gallier und Germanen wieder zu ver-schiedenen Völkern, an Glauben , Sprache, Sitteund Verfassung vielfach unähnlich, jedoch so, daßselbst nach seinen eignen Ausdrücken, keine gänzliche,keine ursprüngliche Wurzelverschiedenhcit her-vorgehet.

Der König der Landerbeschreiber, Strabo,dem naturgemäßen und anhänglichen Sinn, überallam meisten und längsten getreu, nennt im Beginnseines bewunderungswerthen Werkes, noch das ganzeLand von Scythien bis an die Pyrenäen, c e l t i s ch e sLand; — im Verfolge aber, dem Begriff und Wortseiner Zeit nachgebend, dehnt sich ihm, Celticanur mehr von den Pyrenäen bis an den Rhein, —vom Rhein aber bis an und über die Elbe, ist Ger-manien. — Politische Einrichtungen, meinter, seyen willkührlich und zufällig in ihrer Gründungund oft nur kurz von Dauer, die n a t ü r l i ch e n Grund-Verhältnisse hingegen, des Länderbeschreibers eigentli-ches Feld. — Celten und Germanen (fährt er fort)sind Stammgenoffen und als solche, sich an Tstatuv