i8 Die Wanderung des
zubeugen, befahl seinen Schwestersöhnen, den hek-dcnkühnen Jünglingen B e ll o v e s und S i g o v e s,fortzuziehen aus der Heimarh, in neue Sitze. — DurchsLoos, der Götter Wink, wurde dem Sig ovesderhercynische Wald beschieden, der sich auf vier-zig Tagereisen an und über der Donau fort erstreckte;dem B e ll o v e s fiel I t a l i e». — An ihn schloffensich zahlreiche Haufen aus den Gauen der Bituriger,Arverner, Äduer, Sennonen, Carnunter, Am-barer, Aulerker, Cenomannen an. Lange schon hat-ten die Kunden von des Südens Reizen und Genüs-sen , von seinen Städten und Häfen, Tempeln undBädern, die Gallier gelockt. Ein kluger und kräfti-ger Flüchtling von dort her, hatte sie mehrere Be-quemlichkeiten des Lebens, mehrere Kunstgriffe gelehrt.Sie betheten ihn an, als ihren Merkur, als ihren Her-kules, unter dem Bild eines Kaufmanns. — Denmeisten Eindruck hatten Trauben, Feigen und Ohl ge-macht, die der eeltogallische Zimmermann Helichon,auf der Wanderschaft in seiner Kunst nach Italien(bey den Tuskern und unter König Numa zu Romverweilend), in die Heimath mitgebracht harte. —Gar langsam ging der schwere Zug von dreymahlhun-derttausend Bewaffneten, (Weiber, Kinder, Greiseund den Troß ungerechnet,) hinunter an die piemonte-sifchen Alpen, in den taurinischen Wald, mir weit grö-ßeren Hindernissen kämpfend, als vierrhalbhundertJahre später, eben hier, H a n n i b a l mit seinen Ele-phanten. ■— Auf diesem Heereszug, der bis zur letztenfesten Niederlassung wohl fünfzig Jahre wahrte, lei-