I
Volkä er. Bojo». D i e b o j i s ch e Wüste, zo
Reiches Galati e n, waren die tektosagischcn Vol-ka e r, und um Toulouse war ihre ursprüngliche Hei-math. Der Sumpf der Volkäer (palns Vol.caea, der Balaton, P l at te n se e Niederungarns,)erhall ihr Gedächtniß in der untern, spätern Nieder-lassung. Inder ältere»/ im Norikuni/ im obern Pan-nonie», haben alte Sprachforscher ihrer gedacht, imFlüßchen Volka, in Volkach, Volkersdorf, Vol-kenfeld, Volkenmarkt, Volkendorf, Volkenbruck, jaim fränkischen Gaue Volk - Feld.
Der Nahme der Boje n ist allbcrühmt, längstder ganzen Wald - und Bergkette am Südufer derDonau, wie an den Usern der Elbe, wo Dojoari-en (Bayern) und Bojohemum, (Böhmen) ihrAndenken noch lebendiger erhalten, als im obern Ita-lien das von ihnen erbaute Lodi, als die mit ihremBlut gedüngten Felder um Modena, als die auf denTrümmern ihres Besitzes und ihres Ruhmes gegrün-dete Colonie Bologna.
Die bojische Wüste, wollten neuere For-scher, als eine zweyfache betrachten: die erste,dem Strabo bekannte, von V in delicie», inden Ebenen (campi liojorum, deserta Bojorum)längst der Donau herab, bis an (ad Panno-nios) aber nicht innerhalb Pannoniens. Düsewurde von den Römern bald mit Städten, Flecken undBurgen erfüllt. — Dann aber, die bojische Wüste oderdie Felder der Bojen unter dem cetischen Berge,im obersten Pannonien, bevölkert von den durch dieDaken überwundenen und gänzlich zersprengten, von