Celtogallen waren. / f 5
jeglichen Streites, ja über Leben und Tod. WildeKrieger/ ja sogar königliche Häupter haben vor ihrenStühlen gezircerr, im heiligen Dunkel des brausen-den Eichenhayns! — Die Bewahrer der alten Hel-densage/ die feurigen Sänger der Abkunft/ derHec-reszüge, der Wagnisse ihrer Altvordern , hießen:Barden.— Wallungen jugendlichen Muthes in dengreisen Busen/ schwärmerische Träume solcher altenKrieger, Kernworte ihrer vielerprobten Erfahrung,ausgedonnert in schauerlicher Waldeinsamkeit oder un-ter des Opfers furchtbarer Weihe, (Clandians loca ,vetusta religione trucia, per vasta silentiasyl-vae) ehrten die Celtogallen als Weissagungen. —Auch gottbegeisterte Seherinnen fehlten ihnen so we-nig, als den Germanen ihre Alrunen.
Jeder Stamm lebte in seiner Gemarkung,Gemeinde. Diese zusammen, bildeten den Gau,(pagus) der meist den Nahmen seiner ansehnlichsten Ort-schaft trug. Die Gaue eines Stammes hießen bey denCeltogallen selber Ciwdad, römisch civitas , respu-blica , griechisch systema. — Der Anbau, die An-siedlung, war familienweise (per familias , per cog-nationes ,) jedes Haus meist ohnferne eines WasserSund an Waldes - Saum hingebaut, war kenntlich undeingefriedet als eine Gemarkung; das Leben patriar-chalisch ; der Vater war Konig, Weiber und Kinderund die, so als Gefangene in der Schlacht, oder durchfreywillige Unterwerfung sein geworden, gehorchten.— Vor des Wetters Ungemach, schlitzten ihre höl-zernen Häuser, deren Balken durch dürre Reiser