Band 
Erster Band.
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5o Wie die n o r i s ch - p a n n o n i s ch e n

Große Noth und allgemeine Gefahr drangen selbst denUnbändigsten das Bedürfniß der Einheit auf und indiesem Sinne heißen auf Wanderungen/ Crixus, Ducar,Bojorix, Critasir, Kö n i geder Bojen und hieß VocioeinKonig im Norikum, dessen Schwester der mächtigeHcervest, Ariovist, zum Weibe nahm und als dessenBundesfreund Cäsar sich anstellte w ); — Aber wie dürf-te man bey diesen Völkern und ihrer Urverfaffung, an eingeschlossenes Königreich, ja nur an einen bleibenden Bun-desverein , an einen allgemein und fest verbindenden undverbindlichen Bundestag denken, — und unter jenenHeerführern , anKö n i ge in unserm Sinn! ? DieSteinschriften auf denen REG. NORIC. vorkommt(bey Gruter inscript. antiq. 3^5 und bey AmbrosEichhorn, Topog. Kärnrhens) sind zuvorderst aus derRomerzeit, haben nur für diese einen Sinn,können nicht in die v o rrömische zurückgedreht werdenund bedeuten ja viel wahrscheinlicher Regio Noricaals Regnum Noricum , oder war Norikum etwa auchunter den Romer», ein, von einem Könige beherrsch-tes, geschlossenes Land? — Allerdings bedienen sichVellejus Paterculus und Suetonius des Ausdruckes:Regnum Noricum , aber wohl nur als norifches Land,im geschichtlich- kriegerischen Sinne, nicht in einemneuern p u b l i c i st i s ch e n, der ihren Tagen nicht wohl,weit eher dem Mittelalcer ansteht. Aber wohin würdees selbst im Mittelalter führen, wollte man stets aufgeschlossene Königreiche schließen, so oft in UrkundenoderZeitbüchern, ein karentanisches, ein bayersches, ost-frankisches Regnum (carcntanum, dojoaricum,