Band 
Erster Band.
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54 W ie ti e n ori s ch - p a n n v n i s ch e n

den Okra ging sodann, nach Strabo, die Fracht zahl-reicher Artikel aus Italien und Griechenland weiterauf dem, dem Jason freundlichen Nauportus in dieSau nach Scgestika, den Hauprmarkrplatz des un-ter» Pannonien, oder von dem karnischen Flecken Ter-geste (Trieft) an den wundervollen lugaischen See (Cirk-nitzer - See) , durch die dem Nauportus nahe Cor-cvras (Gurk) gleichfalls in die Sau oder eben dahinaus der Colapis (Culp). — Nebstdiesen Wasserstraßenin Pannonien hinab, führten auch mehrere, erst inder Römerzeir bekannter gewordene Landstraßen vonÄmona, nach Virunum, bis Carnuntum und Vin-dobona, an den Ister herauf.

Daß die norisch -pannonischen Celtogallen mitgemünztem Gold und Silber nur gar zu gut ver-traut gewesen, geht aus allen Umstanden hervor. —Ob sie selber Münze geschlagen? wird wohl nie-mahls ausgemacht werden. Von den arikomischen Vol-lern in Gallien und ihrem Hauptorte Vindomagus(llzes), von den celtischen Königen Cincibilis und Ba-lan Balläus, Audoleon rc. von pannonischen Fürstenund Volksstämmen, von den Amantinern re. haben unszwey berühmte Vorstände von MünzsammlungenWiens, die Jesuiten, Erasmus Fröhlich undJosephE ck h e l, Münze» aufbewahrt.

Die Schrift hatten die Celten in Gallien vonden Griechen, denen sie die berühmte Colonie zuMarseille gründen geholfen. Was wir von eigenthümli-cher Buchstabenschrift der Celtogallen wissen, reicht nichthin zu irgend einer genügenden Schlußfolge.