Band 
Erster Band.
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Fabiana Ca str a.

und Künste , der Zeit jener herrlichen Begeisterungfür die römische Vorwelt, wo das Grab des Götzen-dieners Virgil gleichwohl als das Grab eines Heili-gen gepriesen wurde, wo König Alfons eine Both-schaft aus Neapel nach Padua schickte, um einen Armdes Livius zu erbitte»/ wo 'Antonio da Palernw seinHaus verkaufte, um einen Livius dafür zu kaufen undnach diesem großen Muster sich für die Geschichtschrei-bung zu bilden. — Sie gehöre jenen Tagen / wo diegeringsten Denkmahle des Alterthums / aus denenzeirher/ leider so viele gänzlich untergegangen sind,mit begeisterter Liebe aufgesucht, mit oftmahls bey-nahe drückender Gelehrsamkeit, oft aber auch mit demtreffendsten Scharfsinn erklärt worden sind.

Auch d i e Frage ist vollgültig : wenn die im Um-krcise des heutigen Kaisersitzes gelegene Stadt, nichtVindobona hieß, welch andern Nahmen trugsie denn? — Und w o anders konnte denn je-nes Vindobona gelegen seyn?

V i n d o m o n a und V i n d o m a n a statt V idobona, in der Notitia Imperii und beym Jor-naudes, ist (da die Localitäten sammt und sonderszutreffen und keinen Zweifel übrig lassen) wohl ebenso ein Schreibfehler der Codices, wovon meist einerdem andern entnommen wurde, als des PtolomäusV i l i o b o n a stakt Vindobona, oder es haben An-lasse des Orts und der Zeiten, längst in diesem ewigbewegten Meer, in das die mächtigsten Ströme sichverlieren, untergegangen und nimmermehr untcrscheid-•6m', die Sprechart also verändert? —