Band 
Erster Band.
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68 D i e große p a n n o n i s ch e E mv ö rung.

waffen platz war, wo Tiber wider den Marbodund wider die Pannonier rüstete, und in solchem Be-trachte, von Paterculus, nicht mit Unrecht, „dernächste Ort P a n n o n i e n s am N o r i k u m" ge-nannt wird, Vindobona dennoch kein ganz unbe-deutender Beobachtungsposten gewesen und vielleichtseine Wichtigkeit, gerade in dieser markomannisch-pannonischen Gefahr, von Tiber zuerst tiefer ge-fühlt und vermehrte Werke und eine zahlreichere Be-satzung dahin gelegt worden seyn mag? — Dahin deu-ten auch die häufigen Ziegel, der schon durch Trajannach Dacien versetzten XIII. Legion, die also hiergemauerte Standlager hatte. — Gelübdesteine so hoch-gestellter Männer, pflegten in der Regel, nur gleichden Meilensäulen, in der Nähe a n seh n l i ch e r Ort-schaften , oder auf der classischen Stätte des erflehen-den Gelübdes, oder des erhaltenen Sieges zustehen.

Noch bewahrt Wien ein anderes Denkmahl desp a n n o n i sch - d a l m a t i sch e n Triumphes, ein Wun-der der Glyptik, den unter dem Rahmender „Apo-theose des Angustus" bekannten Sardony.r. Erwurde in den Kreuzzügen durch die Johanniter aus demMorgenlande gebracht, von Philipp dem Schonenden Nonnen zu Poissy geschenkt, durch den Wahn, erstelle eine Kreuzigung Christi dar, gerettet, in einerGeldnoth an Frankfurter Kaufleute und von diesen anRudolph II. verkauft: der erste Camee in der Welt,nach der Vergötterung des Augustus im Pariser Ka-binet. — Peires, Rubens, Carl Patin, Bondc-lot de Dairval,die kaiserlichenHofbibliothekare L a m-