D i e große pannonische Empörung. 69
bocius , Nessel und Kollar, unser unvergeßlicher Nu-mismatiker Eckhel, Brown, Le Roi, Masse i,Gori, Montfaucon, Eccard, Christ, Winkel-mann , Gaetani bella Torre, Böltiger , Millin, Sie-benkees, Murr, Gurlitt, Veltheim, Meermann,Fischer, Gerning und K ö h l e r haben über diese gött-liche Gemme gesprochen, die von Einigen dem Dios-corides zugeschrieben ward. Der Pariser Camee heißtmit größerem Rechte, Augustus Apotheose, da aufselbem wirklich der unter die Götter Aufgenommene,von seiner ganzen Familie umgeben erscheint. Der Wie-ner Sardonyr hingegen, (sey nun die neben Augustussitzende Gestalt, eine Livia oder R 0 m a, sey die hin-ter ihm niedriger sitzende, epheubekränzte Frau, diejüngere Agrippina oder nur eine Fecunditas , eineAbundantia) zeigt uns aus jeden Fall, den durch Sohnund Enkel siegenden Herrn der Welt, den Triumphüber die „seit der punischen, größte Kriegesgefahr,"über den mit den Bewegungen Marbods und Hermannsgleichzeitigen pannonisch - dalmatischen Aufruhr! —Tiber erhielt den Triumph, Germanicus , der die Sie-geskunde nach Rom gebracht, nur die Ehrenzeichen des-selben. Genauso erscheint Letzterer auf diesem geschnit-tenen Steine (dessen Abbildung eines der folgenden Hef-te liefern wird) und Tiber steigt vom Triumphwagen,den Blick gewendet zum kaiserlichen Vater und Ge-bierher, zum Jupiter einer beruhigten Welt! „Bevorer zum Capitol hinauflenkte, stieg Tiber von seinemTriumphwag-n, um dem Augustus knieend seine Ehr-furcht zu bezeugen", sagt Sueton. Wer könnte nun