7o Hermanns Schlacht.
den Moment noch verkennen? Der obere Theil ge-hört dem Triumphaufzuge ; auf dem untern werden Tro-phäen errichtet und die Gefangenen ergriffen; auch zeigtsich ein zwar nicht bedeutendes, doch seltsames Spieldes Zufalls. Unser co m ag e n i sche s Gebirge sahTibers ungeheure Rüstung , sah vielleicht auch mancheshartnäckige Gefecht wider pannonische Guerillas, diehier aus Wäldern, dort aus Sümpfen, blitzschnellenÜberfall wagten? Uncer den Fabeln von Wiens phö-nizisch - hebräischem Urspung , wurde oben erwähnt ,daß Einige der guten Alten den Nahmen unsers komage-nischen Gebirges, vom syrischen C o m a g e n e herzwin-gen wollten — und auf dieser entzückenden Gemme desk. k. Münz-und Antikenkabinets, zeigt sich als Schil-deszeichen der Gefangenen des pannvnischen Trium-phes/derselbe Krebs, der sich auf Münzen, als eigen-thümliches Zeichen des syrischen Comagene darstellt % ? —Aber wenige Tage, nachdem solch' brausender Sie-gesjubel über die Bändigung Pannoniens die Lüfte derweltherrschenden Stadt durchschnitten , kam die Schre-kenskilnde: im Teutoburger Gehölz seyen desQuintilius Varus Legionen durch Hermann vonallen Seiten überfallen und gänzlich aufgerieben worden,die oberstenBefehlshaber seyen durch das eigene Schwertumgekommen; Andere härte auf den heidnischen Opfer-altären ein grausamerer Tod, Andere der schmählichedes Stranges getroffen. Viele vornehme Römer seyenbey den Barbaren als Schweinhirten und in harterSclavenarbeit. — Der alte Augustus rannte den Kopfgegen die Wand mit dem wiederhohlten Rufe: „Va-