86 Marc-Aurcl stirbt zu Vindobona.
hatte nicht ein allzufrüher Tod (17. Merz 180) inseinem Vindobona, den grofien und guten Kaiserim 5 c,. Jabre seines Alters' und im ic,. seiner Regie-,rung einer Welt enrriffen, die seiner nim>nermehr wür-dig war. Der seyerliche Leichenbrand geschah am Ortedes Hincricrs.
Allzugrofie Nachsicht gegen den verworfenen unddoch schon in seinem fünfzehnten Jahre zum Casar er-hobenen Commodus , so wie gegen seine Mutter Fau-stina , schien die einzige Wolke, die des Verewigtenglanzvolles Gestirn, im Andenkender Seinen und derNachwelt zu trüben vermochte! Nach Verlauf der demkaiserlichen Leichenbegangniß gewidmeten Tage, hieltCommodus (dem Herodian zufolge,) eine Rede andas Heer, worin er von seinem seltnen Vorzug, imPurpur geboren zu seyn und von dem Vorhaben sprach,des Reiches Gränzen, bis an das Weltmeer auszu-breiten , dann das gewöhnliche Geschenk gab und i ndie Burg zurückkehrte.
Vindobona unter Tiber ein gemauertes römi-sches Scandlager und ein Beoüachtungspvsten an derDonau, in den Tagen M a r c - A u r e l s, durch seineLage >vichtig,ein von ihm vorzüglich begünstigtes , mitden Mahlen und Bogen seines Sieges geschmücktesMunicipium, wird bey Gelegenheit seines Todes vonAurelius Victor und von Eucropius, Oppidum*)
*) Städtchen , Stadt des zweyten Ranges. Die Bedeutung,Fle-cken , wurde vielmehr erst im Mtttelalter geb'.aucht. Bey denAlte» war dieser Ausdruck nicht so gering. Die Gloffakorcnleiten Qppidum her: »ab ope , tjucxj ejus rei caussa, moc-