Das Christenthum. u5
zeitig auf jeden Fall, denn schon in Trajans Legio-nen , waren die Christen zahlreich. Inzwischen tragendie Steine Carnnntnms und Vindobonasbis auf Constanlin und wahrscheinlich noch spater,heidnische Anklänge und die häufigen Spuren desM i t h r a d i e n st e s sind ein redender Beweis vondem fruchtlosen Mühen der alten Abgötterey, durchGeheimnisikram - durch einen, mit Kunst und Ge-nüssen geschmückten Aberglauben, die reine Begeiste-rung der ersten Christen und des Heilandes einfacherhabene Lehre der Vergebung und Liebe zu überbie-then. — Unstreitig gebührt dem armen, beynaheverschwundenen Dörflein L o rch die Palme, auf un-serer Erde, des Christenthumes Wiege gewesen zuseyn. Aguileja trug das Evangelium bis an die Donau.Eswar Norikums und Pannoniens Mutterkirche. VonAguileja *) und durch christliche Legionssoldaren, kam
') fsinc Urkunde in Ugliellis Italia sacra V. 4 o v-m I.845 sagt: Theutimarus aqutlejensis sive sorojulien-sis patriarcha, per Everarduin comitem, magnifi-centiae nostrae ostendit antiquas auctoritates , quodaquilejensis civitas ab initio, fidei catholicae, perItaliam, Germaniam, Venetiam, Istriamque regio-nem disseraiualae , principatus in omni Istria Pa-triarcha obtinnit dignitatem. Dieses Iftria beschranktsich nicht etwa auf Istrien, sondern begreift im byzantini-schen Kanzleystyl und nach der alten hierarchischen Ein-theilunq auch den Ister, auch die Donauprovinzen, bis inDindelizien hinein, wo die fränkischen , die longobardischenund byzantinischen Bckehrungs - und Ausbrettungs-Ver-suche zufaliiinenftleßeli.
Geschichte MenS i.Bd. 2. Heft
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