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Das Christenthum.
stachelt, der jetzt im aberwitzigen Dünkel seine Ab-kunft in die Wolken des Olymp hüllte und einst vonden Persern heimgejagt, vor dem Wagen des Augu-stus und Schwiegervaters, meilenweit, im Purpur,zu Fuße hergehen mußte, ohne Gehör zu erhallen.Wie einst Nero Rom angezündet, um sich VirgilsGemählde des trojanischen Brandes anschaulicher zumachen, so warf Galerius Feuer in seines Schwie-gervaters nikomedischen Palast und wälzte die Schuldaus die Christen, um der Erbitterung des alten Kai-sers den Befehl abzuringen, ihre Kirchen der Erdegleich zu machen und nach Unterschied des Standes,den Verlust der Ehre, der Freyheit und des Lebensunter kaum glaublichen Martern, auf das Bekenntnißjener reinen und demuthvollen Lehre zu setzen, diein Dunkelheit und Verachtung aufgewachsen, ohneeine andere Gewalt, als die der Bitten und derThränen, das Zeichen der höchsten Schmach , dasKreuz, zum Zeichen der höchsten Ehre für alle Welterhob, die nach umgestürzten Altären der alten Göt-ter, nach dem Verstummen der Orakel, dieses Kreuzauf die Zinnen des weltgebierhenden Capitals setzteund sich in den Stürmen so vieler Jahrhunderte,„auf den Felsen Petri festgcbauc erwies, den diePforten der Hölle niemahls überwältigen werden!"
In welchem Jahr, in welchem Jahrzehend, ja(wenn es einer festen Bestimmung gelten soll) inwelchem der zwey ersten Jahrhunderte, das C h r i-st e n t h u m in unserm Vindobona festen Fuß ge-faßt habe? wird wohl nie ausgemacht werden. Früh-