Band 
Erster Band.
Seite
135
JPEG-Download
 

i35

Anmerkungen.

uerar noch in der Tafel, sondern nur in der dlotitiavorkomme, sey es wahrscheinlich gar nicht auf rö-mischer Erde gestanden, sondern eines jener Boll-werke gewesen, welche Valentinian zu großem Grim-nie der Quaden, am linken Ufer, in ihrem Gebietaufgerichtet! Allein dasselbe würde auch auf mehre-re wichtige, unläugbar dem rechten Ufer angehörigeOrte passen. Diese Annahme ist unnothwendig undgekünstelt; die andere ist weit natürlicher und wahr-scheinlicher.

Schönwiesner und Schaukegl setzen die hadrianischeColonie Cetia oderCekium, von der Wir oben (k.S.arg)zwey Steine angegeben, gar nach S. Polten an derTrafen, wo noch vor Carl den Großen, die GrafenOttokar und Adalbert (wahrscheinlich aus agilolfin-gisch - merowingischem Blute) Stifter von Tegernseeund Jllmünster eine dritte Abley gegründet habenund wahrscheinlich Ahnherrn eines Grafengeschlechtesgeworden sind, das sich von Lengcnbach und Trafen(Traisma) nannte und dem Otto III. die Clause undHut am Einfluß der Trafen in die Donau, mit nahm-haftem Gebiethe vertraute (Ouellius Miscell. I- 37g.)Der Kaiser schenkt ad instantiam Henrici ducis Ba-variac , omne territorium inter Dullinam et Amicines-pach, Tuln unb 2inäpacf), cuidam Engelrico , ut quid-quid sibi libuerit inde faciat et Traysme c I au-su r a m habeat). Eine uralte , in manche Chro-nik übergegangene Sage, macht Tuln zum Haupt-orte des unter» (wie Lorch des obern) Ufer-Nori-kums und zur Hauptstadt des ganzen Landes in derältern, babelibergischen Epoche? Kein Wunder, daßComagenä mit seiner Donauffotille und mit seinerNeiterschaar nach eben dem Tuln, an den Fuß desGränzgebirges in die weite und fruchtbare Flächedes Tulner Feldes verlegt worden ist. Cuspinian,