i 46 Anmerkungen.
heutige Amstätten und Stremberg, wo sie bald vonder Ibs an die Url kamen und von dort ihren Weglängs derEnns weiter ins Mittel-Norikum verfolg-ten. An der Url war dasCastell »>l muros , noch jetztaufder M au er genannt; nach Carnuntum vielleicht,der an Denkmahlen reichste Ort Österreichs. — Un-ferne ist noch die Römerstraße »Heidenstraße, beyHametsberg, Edlach, Hochbruck, Abelsberg, Neu.brunn, Ober-Aspach, bis an die kleine Erla sichtbar.Noch heißt daS bedeutendste Bauernhaus „dieBurg" und der Eigenthümer, der „B u r g n e r"oder der „Burgbauer". Ein alter großer halbmondför-miger Wall findet sich, „d a s L a g e r" und ein beynaheunzerstörbares Viereck (die Mauern mußten mit Pul-ver gesprengt werden); — unterirdische Gänge, sehrfeste Keller, Särge und Aschenkrüge ohne Inschrift,aber mit Menschengebeinen, bey ihnen Waffen undZierathen; in einem auch die Gebeine des Lieblings-pferdes; in der Nähe Meilensteine und Cippi, Bei-le , Brechstangen und Röhren zu den römischen Schwitz-bädern ohne Wasser. Überaus viele Münzen wurdenrings ausgeackert. Anderthalbhundert derselben besitztdas nahe Benediktinerstift Seitenstetten, dessen wür-diger Abt C o l u m b a n , in demselben einen trefflichenwissenschaftlichen Forschungsgeist nährt und pflegt unddas im Archivar Plus Pfeiffer einen emsigen undgründlichen Kritiker und in Wvlfgang Witter, einenwackern, wohlunterrichteten Freund des gelehrtenSchaukegl besitzt. — Einige dieser Münzen gehö-reu noch der Republik an, weit mehrere aber dem Zeit-alter der Kaiser, bis über Constantin herab. Diemerkwürdigste war eine herrliche, äußerst selteneGoldmünze des Clodius Albinus, von einemBauern ausgeackert und mit derselben Einfalt, wie«inst bey Granson die Schweizer, Burgunds Diaman-ten, an Schaukegl, also in Wahrheit an den rechten