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A n merkunge n.
am Steuerruder und wie äußerst gering im Verhalt-niß zu dem ungeheuern Weltreich, die Masse derThatsachen sey, aus welcher wir, von zahllosen Lo.kaliräten und Individualitäten abstrahirend , zur all-gemeinen Norm getrost fortargumenkiren.
Es gibt lange Reihe,ifolgon verfälschter Münzen.Auch an verfälschten Denkmahlen fehlt es kei-neswegs- Der Trug war entweder wissenschaft-lich und gemüthlich, in einem Zeitalter, wo dasWiedererwachen deS classischen Alterthums, eineschwindelnde Begeisterung herbeyricf, wo man esfür Gewissenspsticht hielt, selbst in (Klassikern einzel-ne Ausdrücke als nicht classisch genug , aus eigner Su-perklugheit zu verbessern und Denkmahle des frühenMittelalters in Denkmahle derRvmerwelt umzustal-ten , um irgend eine Lieblingstheorie, frischweg,wenn auch auf Kosten der Wahrheit, durch irgend eineigenes Machwerk zu unterstützen. Niedrige Seelendagegen , trachteten die Unwissenheit reicher Liebha-ber und seinwollender Kenner um ein ganz artigesSümmchen zu prellen; endlich sollte wohl auch die-ser oder jener kleinliche Archäolog« mystisicirt, dieseoder jene mückenstechende, oder den Wald vor lau-ter Bäumen nimmer sehende Theorie, einem langeNachhallenden Gelächter, manchmahl eben nicht unver-dient preisgegeben werden. — Im vorliegenden Fal-le, zerarbeiket man stch wirklich umsonst, eine» vondiesen drey Truggründen aufzufinden. Jener SchwerterAusschrift beweist auch nicht den geringsten Umstand,Vernicht durch andere Denkmahle längst außer Zwei-fel wäre. Daß Wien ein Municipium, daß dorteine fabianische Cohorte gewesen, ist längstdargethan durch die Steine bey Lazius, durch die inPetronell gefundenen Ziegel. — Auch waren dieseSchwerter bis auf die letzten fünf Jahre v ö llig un-