Band 
Erster Band.
Seite
167
JPEG-Download
 

A n ni e r k u n g e n. 167

dobona- Dindomana bcysammenstehen! und sahenWir nicht oben ©. 121. innschriftlich, den L. Vol-catius, Obersten der Uferwache der Donau, Ober.sten der ersten Cohorte Noriker in Pannonien undPräfecken zweyer Stämme (Städte) Bojen und Aza-lier ?— Ist diese Waffe nicht eine Geburt des Mittel-alters. so ist sie eine Waffe von Barbaren in römi-schem Sold, von Foderatis, von Auxiliare». — DieX Legion war wohl Vindobonas erste Garnison undkam nach langem Aufenthalt in Dacie», in späterZeit, wieder dahin zurück, wie die Notitia beweiset.Auch diese Waffe mit der X. Legion und fabianischenCohorte ist aus sehr später Zeit des ganz gesunke-nen, alles überladenden, alles durcheinanderwirrcn-den Geschmackes.— Aus den Schriftzügen ergibt sichkein entscheidender, paläographischcc Vecwerfungs-grund. Aussprechen: diese Charaktere seyen für diegute Zeit zu schlecht und für die schlechte zu gut, his-ste festsetzen, eine solche Veränderung, ein^solches Er-gebniß verschiedenartiger, successiver, zum Theileunvermerkter Einwirkungen, sey von heut auf ge-stern, ohne allen Übergang, ohne Mitteltinten erfolgt,wie die alten decrekorischen Termine a quo und adqucm der deutschen Reichsverfassung. Es dürfteschwer halten, irgend welche Verwerfung ganz unbe-dingt ergehen zu lassen. In jedem Falle, war aberhier der Ort näherer Erörterung und immer bleibtes wahrscheinlicher, der fabianische Nahme (lammevon der, schwer wegzuläugnenden fabianische», zurX. Legion, die einst selbst die fabianische hieß, ge-hörigen Cohorte , als Vindobona habe zur Tri-bus Fabia gehört, oder das mächtige Hans derFab ier, sey unseres Municipiums Patroninn ge-wesen? Diana, Wi ana, ist der Überrest F a b i-a n a s.