Band 
Erster Band.
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6 Constantin in seinen letzten Tagen

ser und Palläste verwandelt worden zu seyn ! Um dieseeine Stadt durch jegliche» Überrest der alten Kunstzu verherrlichen, wurden Rom und Athen, Delphosund Antiochie», Sicilien, Griechenland und Asienihrer schönsten und häufig ihrer letzten Zierden be-raubt. — Güter wurden verschenkt für die einzige,leichte Verbindlichkeit, in der neuen, von Götternund Menschen begünstigten Stadt zu wohnen und dieweiten Provinzen wurden ihr dienstbar. — Auf end-losen Soldatenaufruhr, auf gräuelvolle, durch dasBlut so vieler Auguste und Casarn befleckte Bürger-kriege, war eine lange, beyspiellose Ruhe gefolgt,kaum unterbrochen durch den verächtlichen Auflauf einesCamehltreibers auf Cypern. — Nur an der unternDonau, führte Constantins schlaue Politik, die in-nern Zwistigkeiten der Barbaren unaufhörlich anzufa-chen , ihn noch einmahl auf das Schlachtfeld.

Die Sarmaten, von den G o t h e n hart ge-drängt, flehten um Schutz. Wie ihnen Constantindenselben versprochen, brach Ararich über die Donau ,trug Feuer und Schwert von einem Ende des unglück-lichen Mosten zum andern und selbst die römischenAdler wichen in einzelnen Gefechten, den Ungethümeu,welche die Gothen auf Helm und Lanze trugen. Nichtsdestoweniger erfocht der alternde Kaiser in einem all-gemeinen Treffen, nochmahls entscheidenden Sieg, hetztedem Feind die Chersonesen in die Seite und engte dieGothen in dem unwirthlichen Gebirge ein, wo Hun-ger und Kalte noch griikl.niger unter ihnen rasten, alsdas Römerschwert. Doch war Constantin allzuklng, den