noch einmahl an der Donau, 7
kriegerischen Feind zu verzweifelter Rache zu nöthigen.Er gab den Gothen den Frieden/ er gab ihren Häup-tern Geld und Ehrenzeichen/ den Chersonese» reichenLoh»/ den Sarmaren Sicherheit. Diese warengleichwohl mißvergnügt/ weil bey den jährlichen Sub-sidien/ ein Theil der Kosten des um ihretwillen geführ-ten Krieges eingerechnet morden war. Durch wieder-hohlte Raubzüge wollten sie an ihre Unentbehrlichkeitmahnen; aber unwillig überließ sie Constanti» ihremSchicksal und der Gothe Geberich bezeichnete den An-tritt seiner Herrschaft dadurch, daß der WandalenfürstVisumar in der ersten Schlacht mit ihm, Sieg, Reichund Leben lasten mußte. Der Rest der Sarmaten gabnun ihren, auf der Jagd und bey den Heerden, mitihren Thieren, selber zu Thieren gewordenen Scla-ven , Freyheit und Waffen und entledigte sich der äu-ßern Feinde durch den innern, häuslichen Feind. Durchdie alte Knechtschaft erbittert, vom jetzigen Erfolg auf-geblasen, behaupteten sich nun die Sclaven alsHerrn, unter dem Nahmen: Sarmatä Limi-g a n t e s. Sprächen die Alten nicht so bestimmt, manmöchte wohl meinen, diese Limiganten seyen nichtSclaven, sondern Fremdlinge gewesen, die zuden Sarmaten geflüchtet, unter ihrem, eben nicht sanf-ten Schutze gelebt? (die Slavi Vinidi?) Sie vertrie-ben ihre Gebiether unter die feindliche Fahne der Go-then, zu den, zwischen March, Waag und Gran,längst den Karpathen wohnenden Quaden und zuCon-stantin, der ihnen in Pannonie» und in andern Pro-vinzen Ländereyen gab. (II. Heft, Seite 108),