Band 
Erster Band.
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O b e r p a n. P r ä s e s vielleicht z. V i n d o h. 1 5

dem Präses ebenbürtig, traten als Vater ihrer Ge-meinden, als gute Hirten ihrer Schafe, allmähligin engere Verbindung unter einander, unter demBischöfe der Hauptstadt (Metropolis) in deutscherZunge dem Erzbischof. — Jener der Hauptstadcder gcsammtcn Diöcese, war meist als Primaserkannt, unter diesen aber den Patriarchen Aleran-driens und Antiochiens und bald auch jenen Jerusa-lems und Constantinopels, ein ehrwürdiger Vorrang zu-gestanden und in dem Bischöfe des ewigen Rom,der Primas der gesummten einigen und untheilbarenKirche verehrt. — Unzweifelhaft war der Bischof zuLorch, dieser Wiege des Christenthums, unsererGegenden Metropolice: ein Wahrscheinlichkeitsgrundmehr, daß Vindobona, im häufigen Wechsel derReichseintheilungen dieser späten Zeiten, wohl ein-mahl auf kurze Frist von Oberpannonien abgerissenund dem Ufer-Norikum möchte zugewiesen wordenseyn?

Die Oberhoheit sich vorbehaltend, theilte Con-stantin noch bey seinem Leben das Reich unter seinedrey Söhne: Constanrin erhielt Gallien, Bri-tannien und Spanien, Constantius den Auf-gang, der jüngste Constans, was zwischen beydenlag, Afrika, Italien und mir dem großen Illyri-k u m, auch unsre Donaulande, — des Kaisers Neffen,die Casarn Dalmarius und Hannibalianus, dieserArmenien, jener die griechischen Provinzen. Abereben der unglückselige Geist des Argwohns, welcherunter Constanrin, seinem Schwager Licinius, seinem