Band 
Erster Band.
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statt des verwüsteten C a r n u n t. 35

werden. Da griffen die Gothen zu den Waffen, alsßii dem einzigen Mittel wider so viele Treulosigkeit.Feuersaulen und Ströme Blutes bezeichneten ihrenWeg aus Mösien gegen Constanti nopel. An-dere Stamme streiften verwüstend und plündernd bisin die carnischen und julischen Alpen und die Donauherauf, bis in unser Oberpannonien. — Endlich zogValens ihnen entgegen. Sein Neffe Gratian,der mit den Alemannen glücklich gefochten, zog be-reits in Gewaltmärschen, vom Bodensee über Lorchheran. Valens, der den für unfehlbar gehaltenen„gothischen Triumph," mit dem Jüngling nicht thei-len wollte, auf den er bereits eifersüchtig war, eilteden Gothen bey Adrian opc l die Schlacht zu bie-then , die mit seiner ungeheuern Niederlage endigte.Valens kam auf der Flucht, in Rauch und Flammeneiner elenden Srrohhütte um. (3y8)

Die Gothen erschienen hierauf vor Constantino-! ■pel; aber auf Belagerungen nicht gefaßt, ergoßen siesich über Griechenland und weit an der Donau her-auf, in Pannonien. — „Seit mehr als zwanzigJahren (schreibt der große Kirchenvater Hieronymus)fließt in den Provinzen von Constantinopel bis in diejulischen Alpen hinauf, tagtäglich römisches Blut. —Seyrhien, Macedonien , Thracien, Dardanien,Dacien, Thessalien, Achaja, die beyden Epirus,Dalmaricn und die sämmtlichen Provinzen' Panno-niens, wimmeln von Gothen, Sarmaten, Quaden,Alanen, Hunnen, Vandalen und Markomannen,die diese Länder plündern, verheeren und Alles mitGeschichte Wiens 1. Bd. Z. Heft. 5