Band 
Erster Band.
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34 Vindobona e in H an pr w affen platz rc.

sich fortschleppen. Wie viele ehrwürdige Frauen, wieviele gottgeweihte Jungfrauen, wie viele Freye, selbstdes ersten Ranges, wurden der viehischen Willkührdieser Barbaren zu schmachvollem Spiel. Die Bi-schöfe wurden in die Knechtschaft fortgeführt, diePriester und die übrigen Diener der heiligen Alkaregetodtet, die Reliquien der Blutzeugen ausgegrabenund entweiht, die Kirchen zerstört oder in Pferdestalleverwandelt. Von allen Enden jammern Seufzer ent-gegen und wiederhallt der Weheruf. Allenthalben stei-gen die Schrecken des Todes auf. Das römische Reichstürzt zu Boden und dennoch beugt sich unser Stolznicht!" — So auf dieser, auf unserer Seite — undwie beklagt ein anderer Kirchenfürst das allgemeineUnheil an beyde» Ufern des Rheins, wo „zahl-lose Schwärme von Sachsen, Burgundionen, He-rulern, Alemannen, Gepiden, Quaden losbrachen,die Mainzer Bürgerschaft am Fuß der Altare siel,Worms »ach tapferer Gegenwchre den Rasenden un-terlag , Speyer, Straßburg, Rheims, Arras ,Amiens, Tournay, die Stadre in den Niederlanden,die Lyoner, die Narbonner Provinz, Novempopula-nien, Septimicn, Alles, Alles Ein unübersehba-rer Ruin ist! Wo kein Schwert gewürhet, gab Hun-gersnoth langsamern Tod: als auch ganz Spanienausgeplündert und verbrannt wurde, nährten Müt-ter die letzten Augenblicke des verschmachtenden Le-bens mildem Fleisch ihrer Kinder; wilde Thiere vonLeichnamen genährt, wenn Schwert und Pest undHunger einen Augenblick Ruhe gestatteten, kamenohne Scheu in die wehrlosen Städte."