Band 
Erster Band.
Seite
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Theodos. 5 7

'Potemini und gleich nach ihn, Flavianus ,prätorischer Präfekt Italiens und unsers JllyrikumS.Vier Jahre nach des Marimus Aufruhr und Strafe,unterlag der liebenswürdige Valentinian häuslichemVerrathe. Er ward von seinem Feldherr» und Leib-wächter, dem Franken Arbogast, erwürgt, welcherdem Redner und Geheimschreibcr Eugenius denPurpur verlieh.

Wiegegen den Maximus, Gratians, so wurdeTheodos nun gegen Arbogast, Valentinians Rächer.Ungeheure Schwärme von Barbaren, Gothen, Ara-ber , Jberier, Hunnen und Alanen unter den Hee-resfürsten Gainas und Saul, zogen anstaunend undangestaunt, vor seinen Fahnen her. Der nachmahls soberühmte Stiliko, weckte hier zum letzten Mahle,die unter grauser Asche ersterbenden Funken römischerKriegszucht und Alarich der Gothe, dem achtzehnJahre später das hohe Rom fiel, lernte hier die Kün-ste des Krieges, die er bald darauf zum Verderbendesrömischen Westreiches übte. — Am Fuße der so oft mitRömerblute bespritzten julischen Alpen, am Wippach-fluße, nahe der stürmischen Adria, nicht weit vomFelde des Sieges über Maximus, geschah die zweyteSchlacht um den Occident. — Mit genauer Roth,nur durch den Übertritt einiger barbarischen HülfS-völker, nur durch den Beystand eines ungeheuernSturmwindes ?) siegte T h e 0 d 0 s. Zu seinen Füßentödteten die wüthenden Soldaten den gefangenenEugenius. — Arbogast, der muthig und einsichtsvollwie ein Kriegesfürst und verzweifelt wie ein Verrä-