Stilicho uil d Actius. 41
Glaube» : Auf seinen Rath, auf seine Bitte, gab siedem schwachen Römerreiche Frieden und Bündnis;. Sieeilte selbst nach Mayland. Aber der erhabene Lehrer,war bereits in ein besseres Leben eingegangen. 8 )
Der letzte matte Sonnenblick aus das zerrissene^untergehende Reich in Theodosius letzten Tagen:kein Feind mehr aus Römerboden, Donau undRhein wie in den guten Zeiten, wiederum die R e i ch sgränze, Glaubenseinheit durch den Fall desArianismus, wie des Heidenthumes, glich einem ur-plötzlich hellleuchtenden und eben sy schnell wieder einernoch grausamern Finsterniß weichenden Meteor! — DieMinister der zu Ravenna und zu Constanrinopcl thro-nenden kaiserlichen Kinder, wähnten um so unentbehr-licher zu seyn, je mehr sie die Gefahren des Reichs ver-vielfältigten. Von ihrem kriegerischen und staatsklugenErfindungsgeist mag eine Probe für alle gelten, daßRusinus in Byzanz keine andere Hülfe wußte, alsdie Gothcn auf das Reich des Honorius zu hetzen,dem er kcinerley Beystand zu leisten versprach; dage-gen der Vandale Stilicho mit Hülfe der Barbarendem Arkadius die Donauprovinzen zu entreißenbemüht war!
Nicht umsonst hatte der byzantinische Hof, Alarichden Balten, zum gebiethenden Herrn in Ost - Illy-rie» gemacht. Von dort both er den wildfluchendenVölkerschwärmen auf dem linken Donauufer die Handund rüstete seine Gokhen aus römischen Magazinenund Zeughäusern wider Rom. Mitten im Winter des-Jahres 400 überstieg Alarich die julischen Alpen. —